Geschichte
Informationen von Pfarrer Heimrich:
Die Selbener Kirche wurde um 1500 als spätgotische Saalkirche erbaut. Aus dieser Zeit stammt auch ein Sakramentshaus in der Nordwand des Chores.
Der barocke Kanzelaltar wurde um 1700 aufgestellt. Die weitere Ausstattung erfolgte Anfang des 19. Jh. In dieser Zeit erhielt die Kirche ein Tonnengewölbe. Die Orgel ist von 1820.
Die Kirche steht heute frei inmitten eines südlich durch den Bachlauf des Strengbachs begrenzten Wiesenstückes.
Seit den 1980er Jahren entstehen an der Kirche Risse, die zuletzt ein bedenkliches Ausmaß hatten. Im letzten Jahr wurden bei einer Notsicherung der Westgiebel gesichert und die schlimmsten Risse geschlossen.
Ein Baugrundgutachter fand die Ursache der Schäden im durch den Bergbau entwässerten Untergrund. Ein Antrag auf Schadenersatz bei den zuständigen Stellen wurde jedoch abgelehnt.
Quelle: Buch - Spuren in Stein
Im alten Dorfkern findet sich die im 15. Jahrhundert entstandene kleine Kirche. Sie steht heute frei inmitten eines südlich durch den Bachlauf des Lobers begrenzten Wiesenstückes.
Auf die frühe Entstehungszeit der Kirche weist ein Sakramentsschrein im Chor hin. Die Kirche wird nicht mehr gottesdienstlich genutzt. Sie ist einsturzgefährdet.
Zwischen der an der Nordseite angebauten, mit einem Tonnengewölbe überdeckten Sakristei um dem Kirchenschiff klafft ein schon außen erkennbarer Riß von einigen Zentimetern, der vermutlich durch die Umbettung des in unmittelbarer Nähe fließenden Lobers von der Nordseite auf die Südseite der Kirche entstanden ist.
Das Kirchenschiff selbst trägt westlich einen quadratischen, bretterbeschlagenen Dachreiter, dessen vierseitiger, hoher Helm mit Schindeln eingedeckt ist.
Im Dachreiter befindet sich noch eine Glocke von 59cm Durchmesser aus dem 13 Jahrhundert. Die Glocke kann nicht mehr geläutet werden, da der Dachreiter einsturzgefährdet ist.
